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Zwei
Föhrer beim Boston-Marathon
Zwei Föhrer beim Boston-Marathon
Es ist der Urvater aller Marathons: der Boston-Marathon. Jürgen "bubu"Huß (der bunte buchladen) und Jürgen Poschmann (Atlantis Hotel am Meer) wollten es nun einmal wissen und nahmen am ältesten Marathon der Welt Teil. Wie es ihnen dort ergangenen ist, das beschreibt Jürgen Huß in folgendem Artikel:
Es war der 108. Bostoner Marathon und in der Historie auch der heißeste. Das Thermometer kletterte bis auch fast 30 °C. Gestartet wurde um 12 Uhr in Hopkinton, das ist eine Kleinstadt westlich von Boston. Wir waren insgesamt 20344 Starterinnen, die fröhlich jauchzend losliefen. Vom Startschuss bis zum Erreichen der Startlinie vergingen bei uns 24 Minuten. Dann kam das erlösende Piepen von der Matte. Der Strek-kenverlauf führte uns durch diverse kleine Ortschaften, über den Heartbreak Hill direkt in die Stadt. Sonne und ein leichter Wind mehr oder weniger im Rücken, ein bisschen schwülwarm und das ganze bergauf und bergab. Das Höhenprofil sah relativ einfach aus. Aber zwischen Theorie und Praxis ist ein himmelweiter Unterschied. Diese seh... Hügel hatten es in sich.
Von Meile 10 bis 18 ging es dann fast stetig bergan. Dann ein kurzer Zwischenspurt etwas abwärts führend.... Ich sage nur Heartbreak Hill. Passender kann man diesen Punkt kurz vor Meile 20 nicht benennen. Oben standen dann auch die Kameras der diversen TV Stationen und geierten. Von einem durchgehenden Rennen kann keine Rede mehr sein. Zum Teil wurde es ein reiner Wandertag. Ankommen war das Ziel. Ich stand vor der Entscheidung zu rennen, um dann irgendwann abzubrechen, oder mir die vorhandenen Restkräfte so einzuteilen, dass das Ziel in der Beacon Street an der Boston Public Library erreicht wird. Die Entscheidung fiel zu Gunsten der Variante Nr. 2. Der Marathon wird mit der Bruttozeit gemessen, die Nettozeit steht dann hinterher in der Wertung.
Bei mir müsste die Nettozeit ca. 5:35 Stunden betragen. Wie bereits oben erwähnt waren es 20344 Starter aber nur 16744 Finisher. Sehr viele Sportler gaben erschöpft auf, etliche mussten in ärztliche Behandlung und leider gab auch einen Todesfall.
Auf jeden Fall war diese Tour ins Amiland ein Erlebnis, dass ich nicht missen möchte. Die 12 Wochen vor dem Start waren mit einem regelmäßigen Training ausgefüllt.
Der durchschnittliche Kilometeraufwand pro Woche betrug 60 bis 70km, so dass meine Erwartung so bei 4 Stunden lag. Aber Pustekuchen. Dem anderen Jürgen erging es genauso. Er war mit einer Prognose bei 3:30 Stunden an den Start getreten. Seine Nettozeit lag dann schließlich bei ca. 5:05 Stunden. Ich glaube wohl, dass man bei eine Teilnahme an diesem Marathon die Herausforderung des Ankommens die oberste Priorität hat, und dann kommt erst die Zeit.
Eine Teilnahme an den Bostoner Marathon ist nur mit einer Qualizeit möglich. Aber jede Regel kennt ja eine Ausnahme. Und hier ist es der Reiseveranstalter "interAir Reisen" aus Pohlheim.
Wir können dies Reisebüro für die Marathons im Ausland nur empfehlen. Von der Anmeldung, über den Flug, die Hotels, Betreuung vor und nach dem Lauf, alles vom besten. Eine kleine Episode, die aber typisch für das Reisebüro ist: Christian, unser Reiseleiter vor Ort, versprach uns, dass er nach dem Überschreiten der Ziellinie ein Bier ausgibt. Ein Aktenkoffer, sehr gut von innen isoliert, gefüllt mit dem leckeren Gerstensaft. Aber in den USA auf der Straße, für alle Bürger erkennbar, alkoholische Getränke zu trinken, steht einem Gewaltverbrechen gleich. Und dementsprechend ist die auch die Strafe. So standen wir Marathonies wie bekennende Alkoholiker mit braunen Obsttüten in der Hand, auf der Straße und tranken aus den so versteckten Flaschen unser Bier...
Prospekt, Information und Buchung bei:
interAir GmbH
Gehrenweg 2
35415 Pohlheim |
I.2004.02 |
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