| Baikalsee Eisarathon / Reiseverlauf |
1.
Tag
(02.03.2006) |
Anreise
Abflug um 15.00 Uhr von Frankfurt nach Moskau. Weiterflug nach Irkutsk am Abend.
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2.
Tag
(03.03.2006) |
Irkutsk
Nach der Ankunft in Irkutsk werden wir am Flughafen empfangen und vom örtlichen Betreuer zum Hotel in Listvyanka begleitet. Anschließend besuchen wir das Baikal-Museum des Limnologischen Instituts, wo eine interessante Ausstellung über Tiere und Pflanzen sowie über die Entstehung des Baikalsees gezeigt wird. Danach sehen wir im Bereich des Hafens von Listvyanka die Stelle, wo zwei Tage später der Zieleinlauf des Marathons sein wird. Am Abend treffen wir bei einem Empfang im Hotel das Organisationskomittee des Wettkampfes sowie weitere Teilnehmer. Wir erhalten Informationen zum Ablauf des Marathons und bezüglich der Strecke. |
3.
Tag
(04.03.2006) |
Listvyanka
Wir haben heute die Möglichkeit, uns auf dem Eis einzulaufen oder stattdessen an optional angebotenen Ausflügen teilzunehmen. Lohnenswert ist der kurze Aufstieg auf den nahegelenen Cherskiy-Gipfel, von dem sich ein herrliches Panorama auf die Angara-Mündung und den südlichen Baikalsee bietet. Übernachtung im Hotel wie am Vortag. |
4.
Tag
(05.03.2006) |
Eismarathon von Tanhoi nach Listvyanka
Von Listvyanka aus fahren wir auf die Ostseite des Baikalsees nach Tanhoi, dem Startpunkt des Baikalsee-Eismarathons. Nachdem um 8:30 Uhr der Startschuss gefallen ist, setzt sich das Feld der Marathonläufer über das Eis des Baikalsees in Richtung Westen in Bewegung. Die Strecke verläuft auf Fahrspuren der Autos und ist durch kleine Fähnchen markiert. Mehrere Motorschlitten begleiten die Läufer. Es gibt unterwegs Verpflegungsstationen mit (warmen) Getränken und in der Mitte des Sees, wo die Wassertiefe unter dem Eis bis zu 1300 Meter beträgt, passiert man das Eiscamp „Meridian 105“, das mehrere Wochen auf dem zugeforenen See aufgebaut bleibt. Das Ziel nach genau 42,195 Kilometern befindet sich in Listvyanka. Alle Teilnehmer erhalten beim Zieleinlauf eine Plakette und Urkunde. Nach der Siegerehrung fahren wir zum Hotel, wo am Abend eine Feier für die Teilnehmer und Betreuer stattfindet. |
5.
Tag
(06.03.2006) |
Listvyanka
Wir besuchen das Freilichtmuseum in Talzy, das ca. 30 km von Listvyanka entfernt ist. Hier werden anhand einer umfangreichen Sammlung von Holzgebäuden samt Einreichtung die verschiedenen Epochen der Geschichte Sibiriens in den vergangenen Jahrhunderten gezeigt. Am Nachmittag haben wir in Listvyanka Gelegenheit, eine Fahrt mit einem Hundeschlitten-Gespann zu unternehmen (optional). Übernachtung im Hotel wie an den Vortagen. |
6. Tag
(07.03.2006) |
Listvyanka, Peschanaya-Bucht
Nach dem Frühstück beginnen wir unsere abenteuerliche Fahrt mit Motorschlitten über das Eis des Baikalsees entlang der Westküste nach Norden (jeweils 2 Personen auf einem Schlitten). Unser heutiges Ziel nach ca. 90 Kilometern ist die Peschanaya-Bucht („Sandbucht“). Unterwegs bereiten wir das Mittagessen am Lagerfeuer an einem schönen Plätzchen am Ufer. Nach einem Spaziergang in der Peschanaya-Bucht mit den markanten Felsen „Glockenturm“ und „Zedern-Pass“ fahren wir noch ein kleines Stück weiter zur Bucht Sennaya, wo wir in der Station des Rangers des Pribaikalsky-Nationalparks übernachten. |
7. Tag
(08.03.2006) |
Aufenthalt in der Bucht Sennaya, Eisfischen
Heute sind wir den ganzen Tag zu Gast beim Nationalpark-Ranger, der uns die Geschicke des Eisfischens erläutert. Wir können den einheimischen Fischern zusehen, wie sie schmale Löcher ins Eis bohren und dann mit Angelschnüren verschiedene Fischarten aus dem kalten Wasser ziehen. Natürlich dürfen wir auch selbst fischen und uns am Fang des Mittag- und Abendessens beteiligen. Wir können auch Einheimische bei der besondern schwierigen Technik des Fischens mit Netzen, die unter dem Eis durchgezogen werden, beobachten. Am Abend können wir uns in der Banja (sibirische Sauna) der Rangerstation entspannen. |
8. Tag
(09.03.2006) |
Beim Ranger Nesterenko
Mit den Motorschlitten fahren wir ca. 30 Kilometer weiter an der Küste entlang nach Norden bis zur Farm von Nesterenko, der ebenfalls Ranger des Nationalparks ist. Die Farm in der Nähe der Ortschaft Goluostnaya hat ein gemütliches Gästehaus, wo wir für die folgende Nacht untergebracht sind. Nesterenko zeigt uns seine Farm und erzählt über seine besondere Technik, mit sibirischen Huskies auf die Tier-Beobachtung zu gehen. Die Hunde finden versteckte Fährten der Elche oder Hirsche und folgen ihnen bis in die unmittelbare Nähe der Tiere. Vielleicht haben wir auch selbst Gelegenheit, mit auf eine „Pirsch“ zu gehen. Am Abend genießen wir die Banja der Farm, die direkt am See-Ufer steht und zum „Bad“ im Eisloch nach dem Sauna-Gang einlädt. Später erzählt uns Nesterenko interessante Geschichten über die Tiere des Baikalsees, über seine Huskies und über seine Erlebnisse in der Wildnis. |
9. Tag
(10.03.2006) |
Insel Olchon
Wir erreichen nach einigen Kilometern den Ort Goluostnaya, wo wir unser Gepäck in bereitstehende Kleinbusse verladen und dann zum „Kleinen Meer“ fahren, dem Teil des Baikalsees zwischen der Insel Olchon und dem Festland. Wir überqueren den See und fahren nach Khuzir, dem Hauptort auf Olchon. Dort wohnen wir bei der Familie von Nikita Bencharov, dem im Ausland inzwischen durch Fernseh- und Zeitungsberichte wahrscheinlich bekanntesten Baikalsee-Bewohner. Nach einem typisch sibirischen Abendessen zeigt uns Nikita in einer Dia-Vorführung interessante Ansichten der Region und weiß viele spannende Geschichten zu erzählen. Anschließend besteht die Gelegenheit, in die Banja zu gehen. |
10. Tag
(11.03.2006) |
Aufenthalt auf Olchon
Wir wohnen bei Nikita und unternehmen von hier aus Ausflüge auf der Insel Olchon. Nahe bei Khuzir ist der berühmte Schamanenfelsen, eines der wichtigsten buddhistischen und schamanistischen Heiligtümer Asiens. Selbst der Dalai Lama hat hier schon gebetet und in interessanter Weise vermischen sich hier die verschiedenen religiösen Einflüsse zu ganz eigenen traditionellen Ritualen und Zeremonien. Der einheimische Schamane Valentin Hagdaev erzählt uns über den Schamanismus und über die Kultur des Volkes der Burjaten, die hier den überwiegenden Anteil der Bevölkerung stellen. Mit dem Kleinbus fahren wir zum Nordende von Olchon, dem Kap Khoboi. Der mächtige Felsen hat von der Seite die Form eines weiblichen Körpers. Von hier aus fahren wir auf dem Eis zu den spektakulären Eis-Grotten auf der Ostseite von Olchon und zum Punkt der größten Wassertiefe. Unter dem meterdicken Eis, auf dem wir hier stehen, ist das Wasser fast 1700 Meter tief, mehr als in jedem anderen See auf der Erde. |
11. Tag
(12.03.2006) |
Ust-Orda, Irkutsk
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Nikita und seiner Familie und fahren im Kleinbus über die Landstraße nach Irkutsk (ca. 270 km). Unterwegs besuchen wir Ust-Orda, ein kleines politisch autonomes Gebiet mit eigener Verwaltung, wo fast ausschließlich Burjaten leben. Hier sehen wir im Ethnographischen Museum eine interessante Ausstellung über die Geschichte und Kultur dieses Volkes und sind anschließend zum Mittagessen mit traditionellen burjatischen Speisen eingeladen. Am Abend in Irkutsk treffen wir uns zusammen mit unseren einheimischen Begleitern zu einer Abschiedsfeier in einem netten Restaurant. Wir erhalten von Verantwortlichen der Winteriada-Winterspiele ein Zertifikat und Erinnerungen an unser Eismarathon-Erlebnis und die abenteuerliche Baikalsee-Reise. Wir übernachten im Hotel in Irkutsk. |
12. Tag
(13.03.2006) |
Irkutsk
Am Vormittag starten wir zu einer Stadtrundfahrt und sehen dabei die interessantesten Sehenswürdigkeiten von Irkutsk wie das Historische Museum oder das Dekabristenhaus. Nach dem Mittagessen haben wir am Nachmittag die Möglichkeit zum Bummel durch die große Markthalle. Abendessen und Übernachtung im Hotel. |
13.
Tag
(14.03.2006) |
Heimreise
Fahrt zum Flughafen und um 7.00 Uhr Abflug nach Moskau. Von dort geht es anschließend weiter nach Frankfurt. Die Ankunft ist um 14.00 Uhr.
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